März 2019

Soviel du brauchst…


Was brauchen Sie zum Leben? Das tägliche Brot, Ihre Arbeit, Freunde … Wir leben in der glücklichen Zeit, dass wir meist mehr haben, als wir tatsächlich brauchen. Doch nehmen wir das wahr? Die vor uns stehende Fastenzeit ist ein perfekter Anlass, sich die eigenen Lebensgrundlagen und Lebensweisen bewusst zu machen – und auch einmal Verzicht zu üben.

Als Supermarkt hoffen wir natürlich, dass Sie nicht zu rigoros verzichten sondern uns weiterhin treu bleiben. Dennoch laden wir Sie herzlich ein: Probieren Sie einmal aus, was sich verändern lässt, was Sie weglassen können und wonach Sie sich vielleicht wirklich sehnen.

Einen in diesem Sinn vergnüglichen (und erfolgreichen!) Frühjahrsputz wünscht
Ihr Edeka Markt Voigt.

Hintergrund

Fasten – ein alter Brauch wird neu entdeckt


Fasten ist in. Wir fasten, um unseren Körper zu entgiften, um abzunehmen oder uns in Disziplin zu üben. Dabei handelt es sich beim Fasten um eine uralte kulturelle Praxis, die seit Jahrtausenden in allen religiösen Traditionen gepflegt wird.

Im Christentum gelten traditionell die Zeit vor Ostern (Passionszeit) und der Advent (!) als Fastenzeit. Das Wort bedeutet ursprünglich soviel wie, an Regeln festzuhalten und sich bewusst wahrzunehmen. Der Fastende erlegt sich selbst Regeln auf, die vor allem ein Ziel haben: sich seiner selbst bewusst zu werden. Es geht darum, Herr über sich selbst zu werden und sich von Abhängigkeiten zu befreien.

Die Muslime enthalten sich im Ramadan des Nikotins und tagsüber der Nahrungsaufnahme. Bauunternehmer klagen, dass während des Ramadan die muslimischen Arbeiter von den Baugerüsten fallen – aus Schwäche. Hindus enthalten sich grundsätzlich des Fleischgenusses.

Gerade in der christlichen Tradition wird aber auch spürbar, dass Fasten mehr ist als Enthaltsamkeit. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Verzicht sollen den Menschen offen machen für das, was wirklich zählt. So ist das Fasten auch eine Einladung dazu, das Leben zu genießen, mit anderen zu teilen, sich zu verschenken. In der Neuzeit hat man dafür das Wort „Plus-Fasten“ erfunden.

 

Die nächsten Wochen stellen eine Einladung nicht nur zum Verzicht, sondern zur Freude dar. Während die Natur erblüht, darf auch im eigenen Leben etwas zu sprießen anfangen, was Alltagsroutine und Gewohnheiten zu oft verdecken. So ist die Fastenzeit vor allem eins: eine Zeit des Anfangens und Ausprobierens. Ohne Erfolgsdruck, ohne sich etwas beweisen zu müssen. Machen Sie mit?

Gedicht des Monats

Ein großer Teich war zugefroren

von Johann Wolfgang von Goethe


Ein großer Teich war zugefroren;
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum:
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz
Und saßen am Ufer weit und breit
Und quakten wie vor alter Zeit.

Tipp

Klimafasten


Es ist das vielleicht drängendste Thema unserer Zeit: der Klimawandel. Auch damit kann man sich im Rahmen eines Fastenvorhabens auseinandersetzen. In der bewussten Auseinandersetzung mit eigenen Gewohnheiten und mit den ganz persönlichen Möglichkeiten, etwas für „das Klima“ zu tun, liegen Chancen, die eigene Lebensweise achtsam wahrzunehmen und Schritt für Schritt zu verändern.

Innehaltend und zur Ruhe kommend lassen sich Routinen des Alltags hinterfragen, Möglichkeiten der Entschleunigung erkunden, der eigene Konsum auf den Prüfstand stellen und neue Möglichkeiten für Freizeitgestaltung und Mobilität ausprobieren.

Die zeitlich klar eingegrenzte Fastenzeit und Möglichkeiten zum Austausch mit anderen machen das Klimafasten zu einem idealen Labor für kleine Veränderungen im Alltag – mit großen Auswirkungen auf die Umwelt.

Rezept des Monats

Leckereien in der Fastenzeit


Mit diesen Speisen begehen Sie kein „Fastenbrechen“ – lecker und gesund sind Marzipanbrot und Bitter-Smoothie allemal.

Tipps

Anders fasten


Es muss nicht gleich das Essen sein: Verzicht und Enthaltsamkeit lassen sich auf zahlreiche Arten üben. Um sich der eigenen Möglichkeiten und der persönlichen Verantwortung bewusst zu werden, bieten sich im März zum Beispiel verschiedene Feier- und Gedenktage an.

Am internationalen Tag des Artenschutzes (03. März) soll auf bedrohte wildlebende Tier- und Pflanzenarten aufmerksam gemacht werden. Am 07. März dürfen Sie sich anlässlich des Tages der gesunden Ernährung ausgiebig mit der Ernährung beschäftigen, bevor am 08. März zum Weltfrauentag weltweit die Frauen gewürdigt (und auch beschenkt) werden können.

Der Pi-Tag am 14. März ist sicherlich eher eine Kuriosität. Am 20. März hingegen ist nicht nur Frühlingsanfang – mit dem Weltgeschichtentag, dem

Welt-Mundgesundheitstag und dem Internationalen Tag der Erde bietet dieser Tag zahlreiche Gelegenheiten zum Feiern und zur bewussten Auseinandersetzung.

Tags darauf folgt der Internationale Tag des Waldes, der Welttag gegen Rassismus, der Welttag der Poesie und der Tag der Menschenrechte (alle am 21. März). Weltwassertag und Tag des Meeres sind weitere geheime Höhepunkte, bevor am 27. März auch noch der Welttag des Theater gefeiert wird.

Anhand dieser kleinen Auswahl sehen Sie: der März hat seinen eigenen dichten Festkalender mit zahlreichen Gelegenheiten, sich zu engagieren und mit verschiedenen Aspekten des Lebens auseinanderzusetzen.

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