November 2017

Lichter in Zeiten der Dunkelheit


Der November gilt vielen als dunkelster Monat des Jahres; wenig Sonne, dafür viel Nebel, Regen oder gar Schneematsch und die nach Einbruch der Winterzeit noch kürzer wirkenden Tage trüben die Stimmung. Schaut man sich dann die Feiertage an, möchte man im Kalender gern einige Seiten überspringen: Allerheiligen, Buß- und Bettag, Totensonntag – zum Glück gibt es kurz darauf den 1. Advent!

Der November ist die Zeit, wo es dunkler, stiller und auch kälter wird in der Welt – bevor dann am Ende des Monats die Kerzen angehen und Wärme Einzug hält. Man könnte auch sagen: Das Jahr geht zuende, die Natur erinnert uns an unsere Vergänglichkeit – und wir Menschen halten dagegen: Es gibt Hoffnung, Liebe, Wärme und ein wohliges Zuhause.

Wenn auch sie mit Stimmungsschwankungen im November zu kämpfen haben, empfehlen wir: Machen Sie Licht. Einige Tipps für sich selbst und Ihre Liebsten finden Sie auf dieser Seite. Wenn Sie hingegen immun sind gegen Herbstdepressionen und kalte Füße: umso besser. Dann schenken Sie anderen Menschen etwas von Ihrer Wärme und Ihrer Liebe.

Ihr Edeka Markt Voigt.

Gedicht des Monats

Sankt Martin


Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
Sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
Sein Mantel deckt' ihn warm und gut.

Im Schnee saß , im Schnee saß,
Im Schnee, da saß ein alter Mann,
Hatt Kleider nicht, hatt` Lumpen an.
"O helft mir doch in meiner Not,
Sonst ist der bittre Frost mein Tod!"

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
Sein Ross stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt'
Den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gab den halben still:
Der Bettler rasch ihm danken will
Sankt Martin aber ritt in Eil'
Hinweg mit seinem Mantelteil.

Rezept des Monats

Martinsgans mal anders


Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 2 Packungen Trockenhefe
  • 250 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Ei
  • Margarine
  • 1 Eigelb
  • Milch
  • Rosinen

Zum Martinsfest kommt häufig die Martinsgans auf den Tisch. Verlockend für Süßmäuler und Kinderherzen ist diese Variante. Dazu bereiten Sie aus Mehl, Hefe, Zucker und Ei einen Hefeteig, den sie nach dem Gehen ausrollen und mithilfe einer ggf. selbstgebastelten Ausstechform in Form einer Gans ausstechen. Als Auge bekommt jede Gans eine Rosine. Verrühren Sie das Eigelb mit etwas Milch und bestreichen damit vorsichtig die Gänse. Im vorgeheizten Backofen werden die Gänse bei 200° C ca. 15 Minuten backen und im Anschluss nach Belieben verziert.

Hintergrund

Laterne, Laterne … die Geschichte hinter dem 11. November


Das Gedicht oben erzählt die Geschichte, die mit dem heiligen Martin von Tours verbunden wird. Die Rettung des Bettlers durch den Soldaten, der seinen Mantels mit ihm teilt, kann noch heute die Herzen erweichen und zu mancher guten Tat anstiften. Wir erinnern in der Regel vor allem am 11. November, dem Martinstag, an sie. Denn am 11. November 397 wurde Martin, der es nach Ende seiner Soldatenlaufbahn bis zum Bischof von Tours schaffte, feierlich beerdigt.

Laternenumzug und Martinsgans sind in vielen Gegenden Deutschlands wichtige Bestandteile des Martinstages. Die Laternenumzüge gehen dabei wohl auf Lichterprozessionen zurück, wie sie früher am am Vorabend von hohen Festen stattfanden. Licht steht in der christlichen Symbolik für das Gute und die Überwindung des Bösen. Wo Licht ist, kann kein Dunkel sein, da zieht Wärme ein, und man erkennt einander. Genau das passiert, wenn Kinder mit vielen hellen Laternen durch die Dunkelheit spazieren – vor ihnen ein Kind auf einem Pferd, verkleidet als römischer Soldat. Oft wird nach Abschluss des Martinszugs das Brot miteinander geteilt.

Und die Martinsgans? Das erklärt folgende Legende: Als der äußerst bescheidene und zurückhaltende Martin von seiner Bischofswahl erfuhr, soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben, um der Wahl zu entgehen. Doch die Gänse hätten ihn durch das laute Geschnatter verraten, und so fanden ihn die Bürger doch noch …

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