September 2018

Der Wein ist da!


Warum passen Federweißer und Flammkuchen eigentlich so gut zusammen?

Weil Sie beide mit F anfangen? Weil sich der junge Wein ebenso wie die leichte, traditionsreiche Spezialität gut in die noch warmen Spätsommerabende schmiegt? Weil beide aus klassischen Weinanbauregionen stammen?

Wir überlassen Ihnen die Suche nach weiteren Antworten und wünschen an dieser Stelle nur:
Guten Appetit – und einen traumhaften Start in den Herbst.

Ihr Edeka Markt Voigt

Hintergrund

5 Dinge, die Sie über Neuen Wein wissen sollten


  1. Federweißer ist nur eine Sorte von vielen, die man als „Neuen Wein“ bezeichnet. Dahinter verbergen sich zahlreiche Weine, bei denen der Gärungsprozess erst begonnen hat – vom Traubenmost bis zum Jungwein oder (in Frankreich) Beaujolais Primeur. Je nach Region, Traubenart und Reifungsstadium kursieren zahlreiche Bezeichnungen – neben Federweißer auch Federroter, neben „Sauser“ (Schweiz), „Blitzler“ (Pfalz) auch „Sturm“ (in Österreich).
  2. Der Name Federweißer kommt, so wird heutzutage angenommen, von den Hefezellen, die der Federweißer wie jeder neue Wein als Schwebstoffe enthält. Die gut sichtbaren kleinen Teilchen sorgen für die federweißer-typische Trübheit und könnten dem Wein wegen ihrer federweißen Farbe den Namen verliehen haben.
  3. Je nach Beginn der Weinlese wird neuer Wein von Anfang September bis Ende Oktober verkauft. Bedingt durch die schnell fortschreitende Gärung lässt sich der neue Wein auch gekühlt nur kurzzeitig lagern; nach einigen Tagen sollte er aufgebraucht sein. Weil ständig neues Kohlendioxid gebildet wird, dürfen die Gefäße nicht luftdicht verschlossen werden.
  4. Lange Zeit war aufgrund der offenen Flaschen ein Transport über längere Strecken nicht möglich; neuer Wein wurde dort getrunken, wo er auch hergestellt wurde. In den Weinanbaugebieten haben sich daher große Weinfeste zur Zeit des neuen Weines etabliert, bei denen Straßenverkauf und Verbrauch fließend ineinander übergehen.
  5. Federweißer ist je nach Reifungsgrad süß, prickelnd und erfrischend – und nebenbei auch ganz gesund. Der Wein enthält unter anderem Vitamine (B, D), Kalium, Magnesium,Kupfer und Eisen. Hefen und Milchsäurebakterien regen außerdem die Verdauung an.

Gedicht des Monats

Herbst

von Emanuel Geibel

 


Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm;
Mir war betrübt zum Sterben,
Und wußt' es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
Hertrieb das dürre Laub;
Da dacht' ich: deine Freude
Ward so des Windes Raub.

Dein Lenz, der blütenvolle,
Dein reicher Sommer schwand;
An die gefrorne Scholle
Bist du nun festgebannt.

Da plötzlich floß ein klares
Getön in Lüften hoch:
Ein Wandervogel war es,
Der nach dem Süden zog.

Ach, wie der Schlag der Schwingen,
Das Lied ins Ohr mir kam,
Fühlt' ich's wie Trost mir dringen
Zum Herzen wundersam.

Es mahnt' aus heller Kehle
Mich ja der flücht'ge Gast:
Vergiß, o Menschenseele,
Nicht, daß du Flügel hast.

Rezept des Monats

Flammkuchen


Ein klassischer Flammkuchen ist der perfekte Begleiter zum Wein. Das Original stammt aus dem Elsass und ist gleich mehrfach verführerisch: verführerisch einfach, verführerisch leicht und verführerisch lecker.

Hintergrund

5 Dinge, die Sie zum Flammkuchen wissen sollten

 


  1. Der Flammkuchen stammt ursprünglich aus dem Elsaß (Bild rechts). Dort heißt er auch „Hitzkuchen“ oder französisch „Tarte flambée“.
  2. Der Name erzählt auch etwas über die Geschichte dieser Spezialität: Der dünne Kuchen, der über offener Flamme gebacken wurde, wurde vor dem Brot in den Ofen geschoben. Damit konnte der Bäcker testen, wie heiß der Ofen ist. Verkohlte der Teig zu schnell oder wurde er nicht kross, hieß das: Der Ofen ist zu kalt bzw. zu heiß. Nur wenn der Flammkuchen goldbraun und knusprig herauskam, wurden anschließend die Brotlaibe in den Ofen geschoben.
  1. Flammkuchenteig lässt sich ausgerollt und in Alufolie geschlagen perfekt im Kühlschrank aufbewahren oder sogar einfrieren. Auch nach dem Backen kann ein Flammkuchen mehrere Monate eingefroren überwintern – frisch schmeckt aber immer noch am besten!
  2. Sauerrahm oder saure Sahne gehören nicht auf einen Flammkuchen! Sie haben zwar einen geringeren Fettanteil als Schmand oder Crème fraîche, vertragen jedoch die hohen Temperaturen nicht so gut. Da der Flammkuchen an sich recht leicht belegt hast, sollten Sie an dieser Stelle nicht sparen und zu Schmand und Crème fraîche greifen.
  3. Der Flammkuchen ist ebenso variabel belegbar wie eine Pizza. Neben dem klassischen Belag aus Zwiebeln und Schinken lohnt es sich auch, einmal mit Ziegenkäse und Feigen, Birne und Rucolasalat, Lachs und Kartoffeln, gezuckerten Erdbeeren oder sogar Eis zu experimentieren.

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